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Ratgeber GOÄ Abrechnung


Abrechnung nach GOÄ

 

 

Die privatärztliche Abrechnung muss formal korrekt sein. Und gleichzeitig für die erbrachten Leistungen einen optimalen Ertrag liefern.

Die Komplexität der GOÄ macht es zu einer höchst anspruchsvollen Aufgabe, beide Anforderungen fehlerfrei zusammenzubringen. Doch der Aufwand lohnt – durch höheren Verdienst, durch weniger Stress, durch zufriedenere Patienten.

Wie Sie die GOÄ-Abrechnung in Ihrer Praxis professionalisieren können, zeigen wir Ihnen hier.

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Wie sich die GOÄ-Kompetenz der PVS für Sie rechnet.

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    Wir erkennen, wenn Sie GOÄ-Potenziale nicht ausschöpfen. Gemeinsam mit Ihnen korrigieren wir Fehler und beheben systematische Ursachen.
  • Bessere Qualität
    Um Reklamationen zu minimieren, prüfen wir bei jeder Abrechnung die Einhaltung des formalen GOÄ-Rahmens.
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    Mit den GOÄ-Spezialisten der PVS im Rücken können Sie viel eigenes Know-how sparen – wir kümmern uns um die Feinheiten.
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    Durch detaillierte Analysen und Fachgruppenvergleiche Ihres Abrechnungsprofils geben wir Ihnen wertvolle Hinweise, an welchen Schrauben Sie noch drehen können.
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Erfahrungsbericht Dr. med. Katja Linke

Im Interview: Dr. med. Katja Linke zu ihren Anforderungen an eine seriöse und korrekte Abrechnung.

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Kein Buch mit sieben Siegeln

So funktioniert die Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ)

Rechtsgrundlagen

Auch außerhalb der vertragsärztlichen Versorgung gilt: Die Preise für ärztliche Leistungen sind nicht frei verhandelbar, sondern reguliert. An der GOÄ geht nichts vorbei.

Vorgabe Bundesärzteordnung

Dass nicht Angebot und Nachfrage, sondern die GOÄ den Preis für privatärztliche Leistungen regelt, folgt direkt aus den Approbationsbestimmungen. Danach darf den ärztlichen Beruf nur ausüben, wer die Vorschriften der Bundesärzteordnung (BÄO) erfüllt. Dort bestimmt dann der § 11 BÄO, dass alle Ärztinnen und Ärzte ihre Entgelte an einer von der Bundesregierung erlassenen Gebührenordnung auszurichten haben.

GOÄ ohne Ausnahme

Als unmittelbare Konsequenz aus dem § 11 BÄO muß außerhalb des vertragsärztlichen Rahmens jegliche Abrechnung ärztlicher Leistungen den GOÄ-Bestimmungen folgen. Dabei ist es unerheblich, ob diese Leistungen medizinisch notwendig sind oder darüber hinausgehen. Ob privatversichert oder Selbstzahler, ob Kostenerstattung oder IGeL – nur GOÄ-konforme Rechnungen sind mit dem Berufsrecht vereinbar.

Zukunft der GOÄ

Die heute gültige GOÄ stammt aus dem Jahre 1982 und wurde zuletzt 1996 aktualisiert. Seitdem wurde das Gebührenverzeichnis nicht mehr dem medizinischen Fortschritt angepasst.

An einer "neuen" GOÄ wird seit einigen Jahren – auch unter Einbeziehung des Abrechnungswissens der PVS – intensiv gearbeitet. Wann und in welcher Form diese Arbeiten zu einem erfolgreichen Abschluss gebracht werden können, steht derzeit allerdings noch nicht fest.

Wie eine Gebühr entsteht

Die Abrechnung nach GOÄ basiert auf dem Konzept von Gebühren für ärztliche Leistungen. Dafür gilt es, die GOÄ richtig lesen zu können.

Aufbau der GOÄ

Inhaltlich gliedert sich die GOÄ in zwei Teile: Im Ersten wird das übergeordnete Regelwerk in zwölf Paragrafen festgehalten. Der Zweite enthält auf über 250 Seiten in 16 fachgebietsbezogenen Abschnitten das Gebührenverzeichnis für abrechenbare Leistungen.

Leistungspositionen

Im Gebührenverzeichnis ist jede Leistungsposition nach dem gleichen Muster aufgebaut. Den Anfang macht eine eindeutige Ziffer (von 1 bis 6018). Es folgt die jeweilige Leistungsbeschreibung, gegebenenfalls ergänzt um Bestimmungen zur Abrechnung. Außerdem gehört dazu noch eine Punktzahl, mit der die jeweilige Leistung grundlegend bewertet wird.

Berechnung der Gebühr

Aus der Punktzahl lässt sich durch Multiplikation mit dem sogenannten Punktwert – dieser ist vom Gesetzgeber aktuell auf exakt 5,82873 Cent festgesetzt – direkt der Gebührensatz ermitteln. Indem man diesen Gebührensatz noch mit einem Abrechnungsfaktor – zum Beispiel 2,3 – multipliziert, erhält man schließlich die eigentliche Gebühr.

Anwendung in der Praxis

Für die praktische Abrechnung ist die reine Gebührenermittlung nur der erste Schritt. Zusätzlich müssen mindestens folgende drei Funktionsprinzipien der GOÄ berücksichtigt werden:

Bestimmung des Abrechnungsfaktors

Grundsätzlich liegt es im Ermessen des Arztes, welchen Abrechnungsfaktor er wählt. Ohne ausführlich dokumentierte Begründung ist dies allerdings nur bis zu einem Schwellenwert möglich. Außerdem gibt es auch mit Begründung immer einen Höchstwert.

Welcher Schwellenwert und Höchstwert gilt, richtet sich nach der erbrachten Leistung: 1,15 bzw. 1,3 für Laborleistungen, 1,8 bzw. 2,5 für technische Leistungen und 2,3 bzw. 3,5 für ärztliche Leistungen. Zusätzlich kann der Versichertenstatus eine Rolle spielen: So gibt es z. B. für Vertragsärzte eine Sonderregelung für bestimmte KVB-Mitglieder.

Abbildung der Behandlung im Gebührenverzeichnis

Das Gebührenverzeichnis denkt "modular". Das heißt: Um den individuellen Diagnose- und Therapieanforderungen gerecht zu werden, geht sie nicht auf den einzelnen Behandlungsfall ein, sondern nur auf Leistungen, die als Bestandteile der Behandlung eingesetzt werden. Entsprechend wird eine Behandlung in der Regel über eine Ziffernkombination abgerechnet.

Die Flexibilität des Modularprinzips bekommen Ärzte aber nicht umsonst. Denn über die optimale Ziffernkombination – passend zur Behandlung, nachvollziehbar für Patient und Kostenträger, vollständig mit allen Leistungen – schweigt sich die GOÄ (bis auf Kombinationsausschlüsse) aus. Stattdessen liegt diese Aufgabe mit all ihrer Komplexität und Konsequenz für das Honorarergebnis ganz in ärztlicher Verantwortung.

Leistungen außerhalb des Gebührenverzeichnisses

Weil das Gebührenverzeichnis seit mehr als 20 Jahren nicht an den medizinischen Fortschritt angepasst wurde, haben viele heute übliche Leistungen keine direkte Entsprechung in der GOÄ.

Ersatzweise wird deshalb das Analogprinzip angewendet. Danach dürfen Analogleistungen mit einer nach Art, Kosten und Zeitaufwand gleichwertigen Leistung des Gebührenverzeichnisses abgerechnet werden. Als Grundlage kann dafür das von der Bundesärztekammer gepflegte Verzeichnis der Analogen Bewertungen herangezogen werden.

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