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Privatabrechnung: Welche Stellschrauben bietet die GOÄ?


Auch außerhalb der vertragsärztlichen Versorgung gilt: Die Preise für ärztliche Leistungen sind nicht frei verhandelbar, sondern reguliert. Unser Ratgeber erläutert die Mechanismen der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) und zeigt die möglichen Stellschrauben auf.

 

Arztrecht: An der GOÄ geht nichts vorbei

Dass nicht Angebot und Nachfrage, sondern die GOÄ den Preis für privatärztliche Leistungen regelt, folgt direkt aus den Approbationsbestimmungen.

Danach darf den ärztlichen Beruf nur ausüben, wer die Vorschriften der Bundesärzteordnung (BÄO) erfüllt. Dort bestimmt dann der § 11 BÄO, dass alle Ärztinnen und Ärzte ihre Entgelte an einer von der Bundesregierung erlassenen Gebührenordnung auszurichten haben.

Dieser Grundsatz hat zur Folge, dass außerhalb des vertragsärztlichen Rahmens jegliche Abrechnung ärztlicher Leistungen den GOÄ-Bestimmungen folgen muss. Dabei ist es unerheblich, ob diese Leistungen medizinisch notwendig sind oder darüber hinausgehen. Ob privatversichert oder Selbstzahler, ob Kostenerstattung oder IGeL – nur GOÄ-konforme Rechnungen sind mit dem Berufsrecht vereinbar.


Grundlagen: So entsteht eine Gebühr

Die heute gültige GOÄ stammt aus dem Jahre 1982 und wurde zuletzt 1996 aktualisiert.

Inhaltliche Gliederung

Inhaltlich gliedert sich die GOÄ in zwei Teile: Im Ersten wird das übergeordnete Regelwerk in zwölf Paragrafen festgehalten. Der Zweite enthält auf über 250 Seiten in 16 fachgebietsbezogenen Abschnitten das Gebührenverzeichnis für abrechenbare Leistungen.

Aufbau der Leistungspositionen

Im Gebührenverzeichnis selbst ist jede Leistungsposition dann nach dem gleichen Muster aufgebaut. Den Anfang macht eine eindeutige Ziffer (von 1 bis 6018). Es folgt die jeweilige Leistungsbeschreibung, gegebenenfalls ergänzt um Bestimmungen zur Abrechnung. Außerdem gehört dazu noch eine Punktzahl, mit der die jeweilige Leistung grundlegend bewertet wird.

Berechnung der Gebühr

Aus der Punktzahl lässt sich durch Multiplikation mit dem sogenannten Punktwert – dieser ist vom Gesetzgeber aktuell auf exakt 5,82873 Cent festgesetzt – direkt der Gebührensatz ermitteln. Indem man diesen Gebührensatz noch mit einem Abrechnungsfaktor – zum Beispiel 2,3 – multipliziert, erhält man schließlich die eigentliche Gebühr.

 

Funktionsprinzipien: GOÄ-Anwendung in der Praxis

Was die praktische Abrechnung angeht, ist es damit aber noch nicht getan. Um die richtige Gebühr für die erbrachte Leistung abrechnen zu können, sind mindestens folgende drei Funktionsprinzipien der GOÄ zu berücksichtigen:

1. Bestimmung des Abrechnungsfaktors:

Grundsätzlich liegt es im Ermessen des Arztes, welchen Abrechnungsfaktor er wählt. Ohne ausführlich dokumentierte Begründung ist dies allerdings nur bis zu einem Schwellenwert möglich. Außerdem gibt es auch mit Begründung immer einen Höchstwert.

Welcher Schwellenwert und Höchstwert gilt, richtet sich nach der erbrachten Leistung: 1,15 bzw. 1,3 für Laborleistungen, 1,8 bzw. 2,5 für technische Leistungen und 2,3 bzw. 3,5 für ärztliche Leistungen. Zusätzlich kann der Versichertenstatus eine Rolle spielen: So gibt es z. B. für Vertragsärzte eine Sonderregelung für bestimmte KVB-Mitglieder.

2. Abbildung der Behandlung im Gebührenverzeichnis:

Das Gebührenverzeichnis denkt „modular“. Das heißt: Um den individuellen Diagnose- und Therapieanforderungen gerecht zu werden, geht sie nicht auf den einzelnen Behandlungsfall ein, sondern nur auf Leistungen, die als Bestandteile der Behandlung eingesetzt werden. Entsprechend wird eine Behandlung in der Regel über eine Ziffernkombination abgerechnet.

Die Flexibilität des Modularprinzips bekommen Ärzte aber nicht umsonst. Denn über die optimale Ziffernkombination – passend zur Behandlung, nachvollziehbar für Patient und Kostenträger, vollständig mit allen Leistungen – schweigt sich die GOÄ (bis auf Kombinationsausschlüsse) aus. Stattdessen liegt diese Aufgabe mit all ihrer Komplexität und Konsequenz für das Honorarergebnis ganz in ärztlicher Verantwortung.

3. Leistungen außerhalb des Gebührenverzeichnisses:

Weil das Gebührenverzeichnis seit mehr als 20 Jahren nicht an den medizinischen Fortschritt angepasst wurde, haben viele heute übliche Leistungen keine direkte Entsprechung in der GOÄ. Ersatzweise wird deshalb das Analogprinzip angewendet.

Danach dürfen Analogleistungen mit einer nach Art, Kosten und Zeitaufwand gleichwertigen Leistung des Gebührenverzeichnisses abgerechnet werden. Als Grundlage kann dafür das von der Bundesärztekammer gepflegte Verzeichnis der Analogen Bewertungen herangezogen werden.

 

Empfehlungen: Der Weg zur optimalen Abrechnung

Wissen, das zeigen die obigen Ausführungen ganz deutlich, ist das A und O für eine korrekte Anwendung des GOÄ-Regelwerks. Nur wer sich im Detail auskennt, schöpft das Honorarpotenzial aus und vermeidet berechtigte Reklamationen. Doch woher dieses Wissen nehmen?

Aus diesen Quellen können Sie sich bedienen

Bei allem Respekt für die Vielfalt des heutigen Informationsangebots im Internet: Für den systematischen Aufbau von GOÄ-Wissen sind Internetrecherchen ungeeignet. GOÄ-Abrechnung muss erst einmal gelernt werden – angeleitet von qualifizierten Trainern in fachlich und pädagogisch sinnvollen Schulungseinheiten.

Bei der Auswahl des richtigen Schulungspartners bieten praktizierende Abrechnungsspezialisten dabei einen großen Vorteil: Ihr GOÄ-Know-how ist nicht nur theoretischer Art, sondern stützt sich auf die Erfahrungen aus sehr vielen Abrechnungen – bei unserer PVS mehr als 2 Millionen pro Jahr. Das ermöglicht den Zugriff auf wirklich aktuelles und in der Praxis vielfach bewährtes Wissen.

So minimieren Sie Ihren Aufwand

Der zweite große Vorteil, sich das GOÄ-Wissen bei einem qualifizierten Abrechnungsdienstleister zu beschaffen, erschließt sich dann, wenn man auch dessen Abrechnungsservices in Anspruch nimmt. In diesem Fall lässt sich nämlich ein großer Teil des sonst erforderlichen Wissensaufwands sparen.

Das Prinzip ist am Beispiel PVS leicht erklärt: Hier braucht es auf ärztlicher Seite lediglich den Wissensanteil, der zur Vorbereitung der Abrechnung erforderlich ist. Um alles Weitere – also auch um die besonders wissensaufwändige Gewährleistung der Vollständigkeit und Widerspruchsfreiheit der Abrechnung – kümmern wir uns.

Exklusives GOÄ-Wissen für Sie

Für die Zusammenarbeit mit einem Abrechnungsdienstleister spricht schließlich auch, dass dieser Ihnen aus der GOÄ-Anwendung exklusives Wissen für Ihre Praxisführung liefern kann. Bei unserer PVS bekommen Sie zum Beispiel detaillierte Statistiken zur Häufigkeit und Verteilung der für Sie abgerechneten Leistungen.

Der eigentliche Clou für Sie ist dabei, dass wir Sie parallel auch mit Vergleichswerten anderer Praxen ausstatten. Damit halten Sie ein ungemein hilfreiches Werkzeug in der Hand, um mögliche Schwachstellen zu identifizieren und positive Entwicklungen anzustoßen. Das können wir dann gemeinsam mit Ihnen gezielt anpacken. Schließlich zählt, was auf Dauer unter dem Strich herauskommt.

Kennen Sie Ihre GOÄ-Potenziale?

 

Welche GOÄ-Potenziale Sie noch ausschöpfen können, erfahren Sie einfach und unverbindlich von unseren Abrechnungsexperten:

 

1. Wir schauen uns an, inwieweit Sie Ihren ärztlichen Leistungen die richtigen GOÄ-Ziffern zugewiesen haben.

2. Dabei nehmen wir auch unter die Lupe, ob alle zuordbaren Ziffern vollständig erfasst sowie eventuelle Ziffernausschlüsse berücksichtigt sind.

3. Schließlich überprüfen wir Ihre Rechnung noch auf korrekte Leistungstexte, angemessene Steigerungsfaktoren und die richtige Analogie bei Leistungen, die von der aktuellen GOÄ nicht abgebildet werden.


Weitere Fragen zur optimalen GOÄ-Anwendung in der Privatabrechnung? 

Rufen Sie mich einfach an. Ich freue mich auf Sie.

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